In diesem Gastbeitrag von meinem Freund Lutz erfährst du, was der Kugelsmoker von Grillrost.com kann und wie er funktioniert.

Gesponsorter Beitrag: Lutz hat den Kugelsmoker von Grillrost.com gestellt bekommen – an dieser Stelle vielen Dank dafür und den freundlichen Kontakt dazu. Der folgende Beitrag spiegelt unabhängig davon Lutz‘ ehrliche Meinung über den Kugelsmoker wider.

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, mir zusätzlich zum Kugelgrill einen Watersmoker zuzulegen. Ich sehe mich eher als Gelegenheitsgriller und war mir nicht sicher, ob sich die Investition tatsächlich lohnen würde; von einer gewissen Skepsis im heimischen Haushalt mal ganz abgesehen 😉

Der Kugelsmoker

Umso interessanter fand ich daher den Ansatz von Grillrost.com, mit einem Produkt namens „Kugelsmoker“ das Watersmoker-Konzept für den Kugelgrill zu adaptieren. Dieser Grilleinsatz ist eine Weiterentwicklung des Räuchereinsatzes Smokenator. Er ermöglicht gleichbleibende Hitze für das Low & Slow BBQ über einen längeren Zeitraum: Nach Herstellerangaben bis zu sechs Stunden mit einer Kohlebefüllung.

Natürlich kann man dies auch durch das Legen eines Minion-Rings erreichen, allerdings ist dieses Verfahren um einiges aufwändiger und störungsanfälliger. Ein weiterer Pluspunkt des Kugelsmokers, der ebenfalls an das Prinzip eines Watersmokers erinnert, ist aber die mitgelieferte Wasserschale: Hier füllt man je nach Vorliebe entweder Wasser oder eine andere Flüssigkeit ein, die Feuchtigkeit im Garraum beisteuert.

Kugelsmoker zusammengebaut
Der Kugelsmoker ist eine Weiterentwicklung des Smokenator.

Der Kugelsmoker ist in verschiedenen Größen für die gängigen Kugelgrilltypen erhältlich: Verfügbar sind Ausführungen für 47er, 57er und 67er Kugeln, sowie für Rösles F50 und F60. Je nach Ausführung liegt das Gerät bei 47,- € und geht bis zu 67,- €. Bei derzeitiger Preislage sehr einfach zu ermitteln: 1€ je cm Durchmesser.

Für diesen Test wurde mir seitens Grillrost.com die Variante für den 57er Kugelgrill kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Montage

Die Montage des Kugelsmokers in den Grill fällt durch seine Bauform sehr leicht: Der Grilleinsatz kommt als L-förmig gekantetes, 2mm starkes Edelstahlblech im passgenauen Zuschnitt. So schmiegt es sich exakt an die Außenform des Grills an.

Zu Fixierung der Position besitzt der Kugelsmoker eine perfekt sitzende Lasche, die einfach über eine der Rostauflagen im Grill geschoben wird. Eine Metallzunge, mit welcher der Einsatz hinter einer Strebe des Kohlerosts gehalten wird, befestigt den unteren Teil. Diese von Grillrost.com entwickelte Halterung verhindert das Verrutschen des Einsatz vollständigt und vereinfacht den Einbau enorm: Der komplette Installationsvorgang dauert nicht mal eine Minute und im Anschluss sitzt der Kugelsmoker fest im Grill.

Detailansichten des Kugelsmoker
Hier siehst du die Halterung noch einmal im Detail.

Die Oberseite des Einsatzes enthält drei Aussparungen: Die mittlere nimmt die Wasserschale auf, die beiden äußeren dienen zum Briketts einfüllen. Ebenso kann man später auch auf diesem Wege Räucherchips dazugegeben. Einen Großteil der Briketts kann man auch durch die Öffnung für die Wasserschale einfüllen. Man sollte dabei aber den Platzbedarf der Schale im Hinterkopf haben: Am besten die Schale rechtzeitig einsetzen und die restlichen Briketts durch die äußeren Öffnungen nachgeben.

Soweit zur Beschreibung des Materials und der Theorie. Als nächstes galt es, das Gerät im Praxiseinsatz zu testen …

Der Kugelsmoker im Praxistest

Für das Wochenende hatte ich geplant einen Braten auf dem Grill zuzubereiten. Es bot sich an, dieses Vorhaben direkt mit dem Test der neuen Hardware zu verbinden. Für die 1,5kg Schweinenacken plante ich aus Erfahrung eine Garzeit von 3,5 bis 4 Stunden bei ca. 120°C ein.

Den Grill inklusive Kugelsmoker bereitete ich wie oben beschrieben vor: Ich füllte so viele Briketts ein, dass noch Platz für die Wasserschale und die Starterbriketts blieb. Als Brennmaterial wählte ich Briketts von Weber, da meine bevorzugten Profagus Grillis zur Neige gegangen waren. Im Anzündkamin ließ ich acht Briketts durchglühen und füllte sie durch eine seitliche Öffnung des Kugelsmokers ein.

Den Kugelsmoker vorbereiten
Briketts einlegen und die Wasserschale füllen – schon ist der Kugelsmoker startklar.

Was du beachten solltest

Vermutlich lag mein Fehler darin, die Starter nur in eine Öffnung zu legen. Ich ging davon aus, dass die restlichen Briketts dann von einer Seite zur anderen durchglühen würden. Vielleicht waren es aber auch schlicht zu wenig Starterbriketts, die ich eingefüllt hatte. Auf jeden Fall hatte ich trotz offener Lüftungsschlitze ziemliche Schwierigkeiten, auf die angepeilten 120°C zu kommen. Der Grill dümpelte die meiste Zeit bei ca. 90–100°C vor sich hin.

In der Hoffnung, dass sich das im weiteren Verlauf vielleicht noch etwas zurechtruckeln würde, legte ich das Fleisch auf den Rost. Ebenso gab ich eine gute Hand voll durchgewässerter Räucherchips auf die Kohle. Das Wort „Smoker“ sollte ja nicht nur reine Fassade bleiben. Das Thermometer bestrafte mich dafür mit erneuter Schnappatmung und machte sich auf den Weg Richtung Kühlschranktemperatur. Ich blieb mangels Alternativen zweckoptimistisch.

Im Sinne von Low & Slow war das natürlich Extremsport: Viel zu low und damit dann auch um einiges zu slow! Denn obwohl ich bei Halbzeit nochmal acht glühende Starter nachlegte (diesmal durch die andere Öffnung), musste ich den Test nach gut 5 Stunden aus Zeitgründen abbrechen. Hängenden Kopfes griff ich auf den Backofen zurück, um die letzten 15°C bis zur Zieltemperatur zu bewältigen.

Mein zweiter Anlauf

Ich ahnte, dass es sich bei diesem grilltechnischen Fiasko wohl eher um einen Bedienerfehler gehandelt haben musste. So nahm ich mir vor, den Test mit gleichem Grillgut bei etwas geänderten Parametern noch mal zu wiederholen: Beim zweiten Anlauf legte ich eebenfalls einen Schweinenacken auf den Rost und erhöhte die Anzahl der Starterbriketts auf das Doppelte. Dieses Mal positionierte ich die Starterbriketts in beiden Öffnungen des Kugelsmokers.

Statt der Chips verwendete ich diesmal einen Räucherholz-Block von Smokewood (Whisky Flavour) und verwendete auch wieder vorgewärmtes Wasser für den Wasserbehälter.

In erster Linie wird es das veränderte „Kohle-Management“ gewesen sein, dass den Ausschlag gab. Auf jeden Fall erreichte ich diesmal problemlos die angestrebte Temperatur von 120°C und musste die Hitze mit Hilfe der Lüftungsschieber noch begrenzen. Das war aber ein einmaliger Eingriff und danach blieb die Temperatur stabil, so wie vom Hersteller versprochen. Hier erfährst du übrigens, wie du die Temperatur im Kugelgrill regeln kannst.

Schweinebraten mit dem Kugelsmoker
Der mit dem Kugelsmoker zubereitete Schweinebraten.

Nach reiner Garzeit von ca. 3 Stunden war der Nacken auf Zieltemperatur und konnte serviert werden. Die heimische Familienjury attestierte dem Ergebnis eine eindeutig verbessert Zartheit im Vergleich zur Zubereitung ohne Kugelsmoker. Das würde ich ganz klar der Befeuchtung mit dem Dampf aus dem Wasserbehälter zuschreiben; das ist ja wohl auch das Prinzip dahinter 😉

Alles in allem würde ich den Test somit als durchaus erfolgreich zusammenfassen. Und dies obwohl der Kugelsmoker und ich – aufgepasst, Mörderwortspiel – erstmal richtig warm miteinander werden mussten.

Mein Fazit zum Kugelsmoker

Der Kugelsmoker ist eine interessante und preisgünstige Alternative, wenn man die Investition in einen Fullsize-Watersmoker scheut. So kann man die Vorteile des WSM auch auf dem Kugelgrill nutzen. BBQ-Profis und regelmäßige Griller werden sicherlich problemlos sofort das gewünschte Ergebnis erzielen könnten. Gelegenheitsgriller wie ich einer bin, könnten sicherlich von ein paar Anwendungstipps zur korrekten Befüllung und Brikettmenge profitieren.
Dies hätte ich mir als Beipackzettel im Karton des Grilleinsatzes gewünscht.

Vielleicht war es nur bei meinem Testexemplar so und die Retail-Variante kommt mit entsprechender Kurzdokumentation. Mir fehlten allerdings Anwendungshinweisen und Beginner-Tipps, vielleicht kann Grillrost.com dies ja noch ergänzen.

Wenn man diese kleine Hürde überwunden hat (sofern sie denn überhaupt aufgetreten ist), kann man sehr bequem die Vorteile eines Watersmokers auf dem Kugelgrill für sich nutzen. Und das zu einem wie ich finde sehr günstigen Preis. Den Kugelsmoker kannst du auf der Website von Grillrost.com oder bei Amazon bestellen.

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  • Bis zu 6 Stunden Brenndauer mit einer Kohle-Befüllung. Wasser kann öfters nachgefüllt werden.
  • Perfekt zum Low & Slow Grillen - Pulled Pork, Ribs, Pulled Beef, Rinderbraten etc.
  • Unser Tipp: Bier, Wein oder Whiskey statt Wasser ergibt einen wunderbaren individuellen Geschmack!

Letzte Aktualisierung am 20.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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Kommentare: 3
  1. Markus
    23. Mai 2018

    Ich hatte bei meinen ersten Versuch(en) echt Probleme die Temperatur (ca. 120 Grad) dauerhaft zu justieren. War – gefühlt – irgendwie ständig am einstellen. Aber trotzdem habe ich über 5-6 Stunden ordentliche Temperatur gehabt – bei voll nutzbarem Garraumvolumen :-)
    Wie seht ihr die ideale Stellung für oben und unten?

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  2. Markus
    24. Mai 2018

    Ist auf jeden Fall anspruchsvoller (schwieriger) als bei Kohlekörben dadurch dass es in einer Ecke bei wenig Luftzug gelagert ist. Bilde mir ein, dass es auf jeden Fall was gebracht hat die Abluft auch direkt über der Glutstelle zu positionieren. Ansonsten musste ich Schieber so etwa zur Hälfte öffnen um die 120 Grad zu bekommen / zu halten.
    Ist auf jeden Fall eine Investition wert… nettes Gadget zur Garraumerweiterung.

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