Die Idee für einen italienischen Burger hatte ich zu Beginn des Sommers: Frische, sommerliche Zutaten in den Landesfarben Italiens – Rucola, Büffelmozzarella und getrockneten Tomaten – mit einem kräftigen Beef-Pattie im krossen Ciabatta Bun. Geboren war der Gigi Beefon, eine leckere Hommage an einen Helden meiner Kindheit.

Das Ciabatta-Bun

Die Ciabatta-Buns sind leider etwas aufwändiger herzustellen als normale Burger-Buns – der Aufwand lohnt sich aber, denn heraus kommen außen krosse und innen fluffige Buns, die sich ideal für unseren italienischen Burger eignen!

Die Buns herzustellen ist nicht besonders kompliziert, aber es erfordert einige Zwischenschritte, damit der Teig richtig gehen kann und man als Ergebnis ein luftiges Burgerbrötchen bekommt. Los geht es mit einem Vorteig, der mindestens 12 Stunden gehen muss – hierfür muss man also schon am Vortag anfangen.

Die angegebene Menge der Zutaten reicht für sechs große Ciabatta-Buns. Folgende Zutaten werden für den Vorteig benötigt:

  • 150g Weizenmehl, Typ 550
  • 140ml Wasser, gute 30 Grad warm
  • 2g frische Hefe

Daraus einen lockeren Teig kneten und diesen anschließend mit Plastikfolie abgedeckt bei Zimmertemperatur für 12 bis 24 Stunden gehen lassen. Der Teig sieht dann am kommenden Tag in etwa so aus…

Vorteig für die Ciabatta Buns

Nun gibt man die weiteren Zutaten zum Vorteig hinzu:

  • 350g Weizenmehl, Typ 550
  • 160ml Wasser
  • 6g frische Hefe
  • 12g Salz
  • 20 ml Olivenöl

Den Teig etwa fünf Minuten kräftig kneten, bis er glatt ist. Anschließend wird der Teig zu einer Kugel geformt, ganz leicht mit Olivenöl eingeölt und wieder abgedeckt für eine Stunde gehen gelassen.

Im nächste Schritt, muss man den Teig drei mal im Abstand von jeweils einer Stunde mehrmals falten, ohne ihn dabei zu sehr zu kneten: Man legt den Teig aus, zieht eine Seite über die andere und wiederholt dies, bis man alle Seiten einmal umgeschlagen hat. Sollte der Teig zu klebrig sein, kann man ihn nach dem Falten wieder leicht einölen – danach wieder abgedeckt für eine Stunde stehen lassen.

Für den letzten Schritt mehlt man die Arbeitsfläche, legt den Teig auf dem Mehl aus und teilt ihn mit einem Teigspachtel oder Messer in sechs gleichgroße Stücke.

Teig für die Ciabatta Buns

Beim Teilen der Stücke achtet man am besten darauf, dass man den Buns schon in etwa die richtige Form gibt. Der Teig sollte nicht mehr geknetet werden, da sonst die Luft entweicht – man kann ihn allerdings vorsichtig in Form bringen und die Buns müssen auch nicht hundertprozentig glatt sein: Etwaige Kanten geben sich eh beim letzten Gehen lassen auf dem Backblech für anderthalb Stunden. Dabei sollten die Teiglinge mit einem Handtuch abgedeckt werden.

Ciabatta Buns Rohlinge

Der Backofen wird auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorgeheizt. Dann schiebt man das Backblech in den Ofen und gießt etwa 50ml Wasser auf den Ofenboden, um zunächst eine leicht feuchte Luft im Backofen zu erzeugen. Direkt danach wird die Tür geschlossen und der Ofen kurz ausgeschaltet. Nach etwa zwei Minuten schaltet man den Ofen wieder ein und backt die Ciabatta-Buns für ca. 15 Minuten bei Ober- und Unterhitze.

Ciabatta Burger Buns

Der italienische Burger

An Zutaten für unseren „Gigi Beefon“ brauchen wir neben den Ciabatta-Buns noch…

  • 200g Rinderhack pro Burger
  • Frischen Rucola
  • Büffelmozzarella (1 Stück pro 3 Burger)
  • Getrockneten Tomaten
  • Etwas Basilikum und Oregano (optional)

Man sollte auf jeden Fall Büffelmozzarella verwenden, da dieser wesentlich intensiver ist als normaler Mozzarella. Ebenso sollte man im Idealfall frische, getrocknete Tomaten verwenden und notfalls auf in Öl eingelegte, sonnengetrocknete Tomaten zurückgreifen – diese sind wesentlich kräftiger im Geschmack als die knochentrockenen getrockneten Tomaten, die es im Supermarkt oder Reformhaus gibt. In italienischen Feinkostläden bekommt man frische getrocknete Tomaten, die ein süßliches und fast schon fruchtiges Aroma haben, was sehr gut zu dem herben Geschmack des Rucola passt. Okay, genug der Geschmacksphilosophie…

Ciabatta Buns, Büffelmozzarella, Rucola und getrocknete Tomaten

Die Patties werden ganz normal erstellt, wie in meiner Anleitung zum Burger grillen beschrieben. Wer mag, kann zusätzlich zu Salz und Pfeffer auch noch etwas Basilikum und Oregano zum Würzen des Rinderhacks verwenden.

Pro Burger-Pattie habe ich 200 Gramm Rinderhack benutzt und die Patties von jeder Seite etwa drei Minuten bei hoher Hitze angebraten. Währenddessen kann man auch schon die Burger anrichten: Auf dem Rucola-Bett werden die getrockneten Tomaten platziert, auf denen dann wiederum das Beef-Pattie Platz nehmen darf, nachdem es den Brenner passiert hat und mit dem Büffelmozarella überbacken wurde.

Italienischer Burger

Heraus kommt ein genialer Sommerburger, der auch noch fantastisch aussieht!

Italienischer Burger

Der Aufwand für das Erstellen der Ciabatta-Buns lohnt sich enorm: Krosse Kruste und fluffiger Kern – darin ein leckeres, dickes Beef-Pattie – gepaart mit dem Büffelmozzarella, dem Rucola und den getrockneten Tomaten ein absoluter Premium-Burger, der sich geschmacklich von den Standard-Burgervariationen abhebt und wunderbar zu einem lauen Sommerabend passt.

Lecker italienischer Burger

Sehr gut passt dazu ein fruchtiges Sommerbier oder sogar ein kühler Weißwein, während im Hintergrund Adriano Celentanos „Azzurro“ läuft. 😆

Viel Spaß beim Nachgrillen und lasst es euch schmecken!


Hat dir der Artikel gefallen? Mein Newsletter informiert dich über neuen Beiträge und Rezepte.

Informationen zu den Inhalten und deiner Anmeldung erhältst Du in der Datenschutzerklärung.

Weitere ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar