Am Wochenende waren Marco und ich zu Gast bei Sascha von Redmountain BBQ, um an seinem Grillseminar Basiskurs teilzunehmen. Freundlicherweise hatte Marco mir angeboten, mich mit auf die Reise nach Erkelenz bei Mönchengladbach zu nehmen – da konnte ich einfach nicht Nein sagen und hatte so die perfekte Gelegenheit, sowohl Marco als auch Sascha endlich mal persönlich kennen zu lernen…

Das Seminar startete um 16 Uhr und endete zu später Stunde: Bis 23 Uhr gab es nicht nur leckeres Essen, sondern auch viel Gefachsimpel und gute Gespräche in einer tollen Gruppe von insgesamt 14 Gästen plus Sascha als Gastgeber. Nachdem die Gäste, unter denen unter anderem auch Marco von Smokewood Germany war, allesamt eingetrudelt waren, wurde mit dem ersten Gang gestartet: Dry Aged Stauferico Kotelett.

Dry Aged Stauferico Kotelett

Das Fleisch für das Grillseminar besorgt Sascha bei yourbeef.de und so hatte er auch dieses Mal wieder einen „Großteil“ des raren und begehrten Lagerbestands des Dry Aged Stauferico Kotelett dort gekauft. Die drei Koteletts wogen jeweils etwa 600 Gramm, wurden zunächst auf der Sizzle-Zone des Napoleon Gasgrills angegrillt und zogen dann für ca. eine Viertelstunde im Inneren des Gasgrills indirekt auf 56 Grad Kerntemperatur.

Dry Aged Stauferico Kotelett aufgeschnitten

Nach dem Anschnitt genügt dann einfach etwas Salz – mehr braucht es bei diesem tollen Stück Fleisch nicht, da es durch das Dry Aging und den Fettrand ausreichend eigene Aromen mitbringt. Sehr leckerer Starter für den Kurs, der die Messlatte für das was uns noch bevor stand schon mal ordentlich zurecht legte.

Als nächster Gang folgten dann Wraps mit Flanksteak-Streifen und Grillgemüse. Wie das ganze Grillseminar über, wurden die Vorbereitungen dafür durchgeführt, während das Fleisch des vorigen Gangs noch gar zog. Das Timing passte dabei in der Regel recht gut, so dass es immer etwas zu tun gab und zwischendurch in Ruhe gegessen werden konnte :)

Im weiteren Verlauf gab es Chicken Wings, sowie einen Vergleich von zwei mit unterschiedlichen Holzchunks geräucherten Schweinenackenbraten: Verglichen wurden dabei die Auswirkungen der Rotwein-Chunks von Smokewood Germany und der Cragganmore Whiskey-Chunks von Smokewood Gold auf die beiden jeweils knapp drei Kilo schweren Nackenbraten.

Nackenbraten auf dem Kugelgrill

Die beiden Braten wurden mit dem vorher gemischten Butt Glitter Rub trockenmariniert und wanderten dann für ungefähr zwei Stunden in Kugelgrill und Watersmoker, bis sie eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht hatten. Wie man auf dem Bild sieht, verwendet Sascha die Greek Fire Kohlestangen, die ich zwar auch schon kannte, aber bislang noch nicht in Aktion erlebt hatte. Was ich auf dem Seminar aber davon sah, überzeugte mich direkt, Sascha gleich eine seiner 10kg Kisten abzunehmen: Die Kohlestangen glühten das ganze Seminar – also gute sieben Stunden – über und auch als wir bei der Verabschiedung um den Kugelgrill standen, hatte dieser noch ordentlich Hitze und diente bei kühlen Außentemperaturen als Feuerschale :)

Aber zurück zum essbaren Teil: Um die Wartezeit für den Hauptgang zu verkürzen, gabe es die schon angesprochenen Chicken Wings (gerubbt mit Ankerkraut Texas Chicken – sehr gut!), sowie die Vorbereitungen der Cowboy Beans im Dutch Oven, um auch mal die Beilagenseite zu beleuchten. Man möge mir verzeihen, dass ich nicht in Einzelheiten auf alle Gänge eingehe – das war einfach alles echt lecker und diente als gute Inspirationsquelle. Grade die Cowboy Beans und späteren Desserts werde ich selbst bald mal machen, da gab es ein paar schmackhafte Gerichte dazuzulernen. Aber ich schweife schon wieder ab… Nach gut zwei Stunden waren die beiden Schweinenackenbraten soweit und wurden freudestrahlend zur anschließenden Verkostungsstätte geführt.

Der Nackenbraten ist fertig geräuchert

Mir persönlich gefiel das Aroma der Rotwein-Chunks besser als dass der Cragganmore Whiskey-Hölzer – zum Glück habe ich dank Onkel Kethe’s Gewinnspiel selbst noch eine Tüte davon im Schrank stehen und kann die Chunks demnächst direkt mal in Ruhe testen.

Als wäre das alles nicht schon längst genug gewesen, wurden danach noch die Desserts vorbereitet und aufgetischt: Caramel Chew Chews – mit Karamellbonbons gefühlte Pizzateigtaschen – und mit Chilizucker kandierte Ananas sollten es sein. Mein lieber Scholli, sind die Chew Chews lecker… außen der Pizzateig, innen der dann flüßige Karamellkern. Ich krieg wieder Hunger! Einen Moment…

Caramel Chew Chew

So, bevor das hier jetzt ausartet einfach noch ein paar Impressionen dieses schönen Tages. Wer selber mal an einem von Saschas Kursen teilnehmen möchte, der findet eine Übersicht der Termine auf seiner Website.

Es freut mich sehr, dass ich an dem Grillseminar teilnehmen konnte – nicht auch zuletzt, weil Marco so freundlich war an mich zu denken und mir den Beifahrersitz anzubieten. Vielen Dank auch an Sascha, für diesen erlebnis- und lehrreichen Tag. Das war eine runde Sache und ich freue mich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen!

Das Grillseminar in Bildern


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