Als ich neulich durch den Buchladen lief, fiel mir auf einem Tisch zum Thema Grillen direkt ein mir bislang unbekanntes Buch auf. Nachdem ich die ersten Seiten durchgeblättert hatte, war es mir umso suspekter, dass ich von dem Buch „Desserts vom Grill“ bisher noch nicht gelesen habe: Ein gut aufgemachtes Buch mit vielen Nachtisch-Rezepten, in das ich mit diesem Artikel einen näheren Blick werfen möchte…

Ein Hinweis vorweg: Ich habe das Buch Desserts vom Grill auf Anfrage als Rezensionsexemplar vom Matthaes Verlag gestellt bekommen – an dieser Stelle vielen Dank dafür an den Verlag und den freundlichen Kontakt dazu. Die folgende Rezension spiegelt unabhängig davon meine ehrliche Meinung über das Buch wider.

Wer meine anderen Buchbesprechungen gelesen hat weiß, dass manche Bücher mich alleine wegen ihrer liebevollen Gestaltung sehr interessieren. Dies trifft auch auf Desserts vom Grill zu, da das Buch nicht nur zu fast jedem Rezept auch ein sehr schönes Bild hat, sondern auch der Anleitungsteil gut strukturiert und mit tollen Illustrationen untermalt ist.

Desserts vom Grill: Windbeutel

Inhaltlich finden sich auf den 175 Seiten neben dem kurzen Einführungskapitel, welches näher auf unterschiedliche Grillmethoden und Zubehör eingeht, insgesamt knapp 80 ausführliche Nachtisch-Rezepte. Diese sind thematisch in den Gruppen Früchte, Schokolade, Klassiker, Törtchen und Pikantes kategorisiert. Leider gibt das Inhaltsverzeichnis nur die Kategorien wieder und keine Übersicht der einzelnen Rezepte, was für das schnelle Stöbern sehr hilfreich gewesen wäre.

Ich habe mir damit beholfen, die für mich interessantesten Rezepte mit Lesezeichen zu markieren. Davon konnte ich auch direkt einige gebrauchen, denn das Buch hat von einfach und schnell bis recht aufwändig einiges zu bieten. Wie es sich für ein anständiges Grillbuch gehört, sind zu jedem Rezept auch Grillmethode, Temperaturbereiche und Garzeiten angegeben. Der Großteil lässt sich dabei sicher auch auf den Backofen übertragen, aber wir wollen ja schließlich Grillen und so erfordern einige der Rezepte auch beispielsweise Räuchern oder das Angrillen der Zutaten.

Desserts vom Grill: Schokoladenrisotto

Was wäre so eine Buchbesprechung ohne den Praxisteil, wenn es die vielen lecker klingenden Desserts vom Grill doch schon nahelegen, sie mal auszuprobieren? Ich habe mir mal zwei der Rezepte rausgesucht, um zu schauen, ob die Anleitungen gut sind und die Zubereitungsangaben sich bewahrheiten.

Als erstes gab es die Süße Pizza, die für den geneigten Pizzagriller eher in den Bereich einfach fallen dürfte: Der Teig ist leicht gemacht und erfordert keine lange Zeit zum Gehen, so dass man diesen Nachtisch auch mal spontan zubereiten kann – denn auch mit dem Belag kann man denke ich gut variieren.

Desserts vom Grill: Fruchtpizza

Wir haben wie im Rezept angegeben gemischte Beeren als Belag verwendet – da der Teig an einen luftigen Kuchenteig erinnert, ließe sich das Ganze aber beispielsweise auch gut mit Pflaumen umsetzen. Nach der Hälfte der rund zehn-minütigen Zeit auf dem Pizzastein im Grill wird der Belag zusätzlich noch mit einer Sabayon überzogen – anschließend wahlweise noch mit Kiwi und Kuvertüre oder Vanillecreme dekoriert. Lecker, einfach zu machen und es lässt sich auch sehr gut als Kuchenersatz präsentieren.

Desserts vom Grill: Süße Pizza

Das zweite nachgegrillte Dessert war dann Pfirsich Melba – „Nach Gerhard Volks Art“. Die Vorbereitung ist relativ schnell gemacht, da man nur mit Pfirsichen, etwas Zucker, Weißwein und einer Vanilleschote ein echt leckeres Pfirsichragout aufkochen muss. Anschließend noch ein paar Mandeln als Topping für das Eis anrösten und ein Himbeerbaiser zaubern. Klingt aufwändiger als man denkt, ich war überrascht wie schnell das alles geht – schon ist man bereit, um an den Grill zu treten.

Desserts vom Grill: Pfirsich Melba

Hier ist dabei der Schwierigkeitsgrad schon leicht gesteigert, da es auf Grund des mitzugrillenden Vanilleeis‘ auf das richtige Timing ankommt: Das darüberliegende Himbeer-Baiser sollte in den zwei bis drei Minuten leicht angeröstet und kross werden, das innenliegende Eis im Idealfall nicht komplett schmelzen – wer schon einmal Schokoküchlein mit flüssigem Kern gemacht hat, dem dürfte die Problematik bekannt vorkommen.

Ich werde dabei noch etwas üben müssen, da das Eis bei mir tatsächlich schon eher flüssigerer Sorte war. Nichtsdestotrotz ein leckeres Dessert, das allen geschmeckt hat und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass es auch den Nachtisch vom Grill gab.

Desserts vom Grill - Das Buch

Fazit: Das Buch Desserts vom Grill enthält viele kreative Nachtisch-Rezepte, die sich nicht nur für die Zubereitung mit dem Grill eignen. Die Anleitungen sind gut geschrieben und sehr schön aufgemacht, so dass alleine schon das Blättern Spaß macht. Die Rezepte sind lecker und decken alle Schwierigkeitsbereiche ab. Daumen hoch von mir!


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Kommentare: 2
  1. Nico79
    13. August 2015

    Ui, das hört sich nach ’nem recht brauchbaren Buch an. Ich hab zwar schon ein paar Grillbücher im Regal stehen, aber noch kein „Nachtisch-Grillbuch“. Muss ich mir mal genauer angucken.

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  2. Sascha Roterberg
    14. August 2015

    Vielen Dank für deinen Test, Dennis!
    Auch mein Schrank quillt über, aber Grillbücher kann man einfach nicht genug haben :-)

    Viele Grüße,
    Sascha

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