Der Minionring gehört zum Low & Slow-Standardrepertoire des Kugelgrillers. Hier eine kleine Anleitung zum Aufbau und Erklärungen zu allem, was du sonst noch über den Ring of Fire wissen musst.

Hintergrundinfos zum Klugscheißen

Seinen Namen verdankt der Minionring dem Erfinder, Jim Minion. Im Rahmen eines Grillwettbewerbs kam ihm die Idee für eine Technik, mit der man es schafft, über mehrere Stunden hinweg konstante Temperaturen in einem horizontalen Smoker zu erzeugen, ohne Briketts nachlegen zu müssen.

Die Kohleschale des Smokers wird dabei mit unangezündeten Briketts befüllt und in der Mitte ein kleine Vertiefung frei gelassen. In diese werden dann die angezündeten Briketts gelegt. Im Verlauf der Zeit zieht die Glut durch die einzelnen Brikettschichten voran: So kann man durch die Temperaturrregelung mit den Lüftungsschiebern eine konstant niedrige Temperatur halten.

Der Minionring ist dabei die Abwandlung beziehungsweise Übertragung dieser Technik auf den Kugelgrill …

Aufbau des Minionrings

Im Kugelgrill werden die Briketts am Rande des Kessels entlang gestapelt. Wie viele Briketts dabei genau zu verwenden sind, hängt sowohl von den Briketts, als auch von der Temperatur die man erzielen möchte und der Umgebungstemperatur ab. Als kleiner Anhaltspunkt: Bei den ca. 110 Grad, die man konstant haben möchte, komme ich im Herbst und Winter mit gut 3kg Weber Long Lasting Brekkies für etwa 15 Stunden Pulled Pork hin.

Der Ring im folgenden Foto ist aus gut einem 3kg-Sack gebaut und hat jeweils 4 Briketts gestapelt.

Aufbau eines Minionrings

Da das mein erster Minionring war, sieht er noch schön fein und säuberlich aus. Wenn es mal schnell gehen muss, geht es natürlich auch etwas gröber. Wir sind hier nicht beim Domino Day, nichtsdestotrotz hilft es später beim Temperatur halten sehr, wenn der Ring einigermaßen gleichmäßig aufgebaut wurde.

Den Minionring starten

Fast noch wichtiger als die genaue Menge der gestapelten Kohlen ist die derer, mit denen man den Minionring startet. Grade im Winter unterschätzt man schnell, wie viele Briketts man braucht um den Grill auf Temperatur und den Ring in Schwung zu kriegen. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, lieber ein paar Briketts zu viel als zu wenig in den Anzündkamin zu werfen . Nichts ist ärgerlicher als alle Kohlen angelegt zu haben und das Thermometer bei 80 Grad herumkraxeln zu sehen.

Ich nutze den ganz normalen Anzündkamin, wobei ich die Briketts dann nur in einer Hälfte aufstapel.

Den Minionring anzünden

Sind die Kohlen gut angeglüht, werden sie an einer Seite des Rings angelegt. Die eine Hälfte lege ich dabei in den freien Teil des Rings. Die verbleibenden Kohlen werden auf die ersten Reihen des Rings gelegt, damit der Minionring besser in Gang kommt.

Jetzt kann die Wasserschale eingesetzt und befüllt werden. Am besten nimmt man dazu vorgewärmtes Wasser, damit die Kohlen nicht auch noch erst das Wasser auf Temperatur bringen müssen.

Dann kommt der Deckel drauf und die Lüftungsschieber werden eingestellt: In der Regel sowohl unten als auch oben halb auf. Damit wird im Kugelgrill die gewünschte Temperatur eingestellt. In dieser Zeit können auch die unangezündeten Briketts „entgasen“. Je nach Qualität der verwendeten Briketts treten dabei etwaige Bindemittel und weitere Zusatzstoffe durch das Erhitzen aus, was man gegebenenfalls am Austreten von Qualm aus den oberen Lüftungsschlitzen während dieser Phase erkennt.

Der Minionring wird mit Briketts gestartet

Ist der Grill auf Temperatur, kann das Räucherholz dazugegeben werden.
Rost drauf, Fleisch rein – viel Erfolg und gut Glut!

Der Minionring im Kugelgrill

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